Konflikte sind per se lösbar: Sie bezahlen eine Mediation und sparen trotzdem Geld. Wie dies geht, wird hier beschrieben. Ein Mediator kann in den Bereichen Wirtschaft oder Familie Konflikte durch ein definiertes Mediationsverfahren ohne Gerichte lösen helfen. Das Private Institut für Mediation soll dieses Verfahren im deutschsprachigen Raum fördern.

Ihre Vorteile der Mediation

  • Geringe Kosten – Das Mediationsverfahren erspart oftmals eine Einigung ohne Gerichte und Rechtsanwälte. Der vertrauliche Rahmen erspart ihnen zudem Stress und ungewünschte Öffentlichkeit.
  • Prävention – Eine Mediation kann im Vorfeld Konflikte und Streitigkeiten lösen.
  • Ein Versuch ist es wert – Auch bei erfolgloser Mediation bleiben alle anderen Möglichkeiten und Rechtswege offen.

Was ist Mediation?

Mit dem Mediationsverfahren können außergerichtlich Konflikte in einem durch den Mediator geführten Prozess konstruktiv und professionell bearbeitet werden. Für alle Beteiligte ist dies ein freiwilliger Prozess, der ergebnisoffen und gesetzlich garantiert vertraulich geführt wird.

Das Institut

PerSe – Deutsches Institut für Mediation: Durch unseren großen Erfahrungsschatz und das Netzwerk zertifizierter Mediatoren unterstützt das Private Institut für Mediation das Mediationsverfahren im deutschsprachigen Raum. Hierbei bieten wir Mediationen im Bereich der Wirtschaftsmediation (für Firmen) oder Mediationen im privaten Umfeld (für Menschen) an.

Gegründet wurde das Private Institut durch den zertifizierten Wirtschaftsmediator (§2 ZMediatAusbV) Joachim Knecht und die Mediatorin und Psychotherapeutin (HPG) Christina Sautter.

Mediationsgesetzt

Der Gesetzgeber hat in Deutschland am 26. Juli 2012 das Mediationsgesetz in Kraft gesetzt (BGBl. I S. 1577) und damit die Grundlage geschaffen, die Mediation zu fördern und einen gesetzlichen Rahmen zu etablieren. Mit dem Gesetz wurden die Verbindlichkeit von Ergebnissen der Mediation und die Vertraulichkeit der Mediation festgeschrieben.

Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.“ (§ 1 Abs. 1 MediationsG).

„Ein Mediator ist eine unabhängige und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis, die die Parteien durch die Mediation führt.“ (§ 1 Abs. 2 MediationsG).

Mediationsgesetzt

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Prinzipien der Mediation

Erstaunlich ist, dass mit Hilfe von Mediation oftmals hartnäckige und langanhaltende Konflikte beseitigt werden können. Erfolgsfaktor für diesen erfolgreichen Prozess ist neben der Rolle des Mediators die Orientierung an den sechs Grundprinzipien der Mediation:

Alle Konfliktparteien nehmen freiwillig an dem Mediationsprozess teil und können jederzeit das Verfahren beenden. Diese Freiwilligkeit ist die Grundlage, um nachhaltige Konfliktlösungen durch die Parteien selbst zu finden.

„Die Parteien können die Mediation jederzeit beenden.“ (§ 2 Abs. 5 MediationsG)

Über die reine Unabhängigkeit und Neutralität, die unbedingt beachtet wird, geht die Allparteilichkeit des Mediators weiter. So ist das Verständnis für jede Position im Konflikt und die Empathie für alle Interessen der Konfliktparteien durch den Mediator notwendig. Damit können Machtgefälle und Kommunikationsschwächen ausgeglichen werden.

„Der Mediator ist allen Parteien gleichermaßen verpflichtet
. Er fördert die Kommunikation der Parteien und gewährleistet, dass die Parteien in angemessener und fairer Weise in die Mediation eingebunden sind. Er kann im allseitigen Einverständnis getrennte Gespräche mit den Parteien führen.“    (§ 2 Abs. 3 MediationsG)

Allen Beteiligten sind alle relevanten Informationen zur Konfliktlösung bekannt. Es gehört auch zum Mediationsverfahren, dass für den Konflikt relevante Informationen während der Mediation eingeholt werden können.

Die Konfliktparteien wissen um den Konflikt und ihre Bedürfnisse am besten Bescheid. Deshalb sind auch sie die Spezialisten zur Findung der Lösung. Im Unterschied zu einem Gerichtsverfahren oder einer Schlichtung erarbeiten diese ihre Lösung deshalb selbst. Der Mediator hat „nur“ die Verantwortung durch den Prozess der Mediation zu führen.

Alle in der Mediation eingebundenen Personen und Firmen verpflichten sich zur Vertraulichkeit. Dies wird durch den Mediationsvertrag gefestigt und ist für den Mediator gesetzlich geregelt.

„Der Mediator und die in die Durchführung des Mediationsverfahrens eingebundenen Personen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet …  (§ 4 MediationsG)

Die möglichen Ergebnisse oder Nichtergebnisse der Mediation werden einzig durch die Medianten bestimmt und sind zu Beginn der Mediation offen.

Phasen der Mediation

1. Phase

Auftragsklärung

In der ersten Phase wird ein Arbeitsbündnis geschlossen, in dem sichergestellt wird, dass es ein Einvernehmen aller Parteien zum Vorgehen und dessen formeller Abwicklung gibt. Hierzu informiert der Mediator über die Mediations­abläufe und das Mediations­verfahren und die Prinzipien der Mediation.

2. Phase

Konfliktthemen

Es werden aus der Sicht der Konfliktparteien die Sachverhalte dargestellt und aufgenommen. Die im Konflikt zu bearbeitenden Themen werden als Sammlung aufgenommen. Die Konfliktparteien haben einander zugehört, ohne direkt ihre Position zu entgegnen.

3. Phase

Positionen und Interessen

Es werden die einzelnen Positionen aufgenommen, um die Interessen­klärung und Konflikt­erhellung zu beginnen. Damit ist dies eine zentrale Phase der Mediation, in der die gegen­seitigen Positionen und damit die Konflikte diskutiert werden.

4. Phase

Bedürfnisse und Hintergründe

Eng verbunden mit der vorher­gehenden Phase werden nun die hinter den Positionen stehenden Bedürfnisse der Medianten ergründet und – soweit möglich – von den Medianten nach­emp­funden. Idealerweise werden verborgene oder un­bekannte Motive und Interessen sichtbar, und damit wird ein besseres Verständnis möglich. Der Mediator beginnt damit, eine konstruktive und direkte Kommuni­kation der Konflikt­parteien zu etablieren.

5. Phase

Lösung

Es wird durch die Konfliktparteien eine Lösung zu den Arbeitsthemen erarbeitet. Es werden verschiedene Lösungsfindungstechniken passend zur Problemstellung eingesetzt.

6. Phase

Vereinbarung

Die gefundenen Lösungen werden fixiert und meistens verschriftlicht. Ein Umsetzungsplan und eine juristische Vereinbarung können abschließend getroffen werden.

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